„Ich fürchte eine Gewaltexplosion“

Donald Trump spricht auf dem Militärflugplatz in Sigonella (Italien) zu amerikianschen Soldaten.

Foto: Luca Bruno/AP/dpa

Donald Trump spricht auf dem Militärflugplatz in Sigonella (Italien) zu amerikianschen Soldaten. Foto: Luca Bruno/AP/dpa

Zu „Das neue Weltklima“ vom 29 Mai: Das desaströse Verhalten Trumps auf dem Nato- und dem G7-Gipfel verschärft mein Entsetzen über das amerikanische Wahlsystem, das einen Kandidaten ohne (nicht nur politischen) Sachverstand und soziale Kompetenz zum Präsidenten werden lässt, der beinahe auf Knopfdruck über einen (Atom)-Krieg entscheiden kann. Die genannten Staatengemeinschaften sind auf eine intelligente, kompromissbereite Interaktion angewiesen, die auf der Anerkennung wissenschaftlicher Fakten (ja, es gibt ein Klimaproblem) und wirtschaftlicher Zusammenhänge beruht. Man muss „miteinander können wollen“ und im Idealfall „miteinander können“ wie Merkel und Obama, um bei Differenzen immer wieder Augenhöhe und Schulterschluss zu erreichen. Ich kann nur hoffen, dass Trump der „Erfolg“ seiner Arroganz und Ignoranz nachhaltig befriedigt, denn was mir wirklich Angst macht, ist das Gefahrenpotenzial seiner anhaltenden Frustrationen zu Hause: Er entscheidet – und bleibt immer wieder wirkungslos. Ich fürchte eine Gewaltexplosion des immer wieder vorgeführten Möchtegernautokraten.

Sabine Schmitt, Sickte

Für Egoisten ist

kein Platz

Zum Leserbrief „,Bis jetzt sind das alles nur Vermutungen‘“ vom 30. Mai:

Es ist immer einfacher, Veränderungen abzulehnen, als sich engagiert mit ihnen auseinanderzusetzen. Denn sie kommen. Ob wir wollen oder nicht. Die Hälfte der Amerikaner wollte sie nicht mehr und wählte deshalb Trump. Er soll sie jetzt vor den Veränderungen in der Welt schützen und ihnen den Wohlstand zurückbringen. Dass ihre Arbeitsplätze überwiegend nach China gingen, ist der Jagd des Kapitals nach immer mehr Profit geschuldet. Dass der Maschinenbau überwiegend von Europäern dominiert wird, hat dann doch etwas mit Bildung zu tun. Trump hat diese Themen nicht ein einziges Mal erwähnt. Ich möchte daher der Leser- Meinung, das Trump massiv dämonisiert wird, ein fröhliches „Halali“ entgegenträllern. Es gibt auch für Egoisten keinen Platz mehr auf dieser Erde. Sie ächzt unter dieser Last. Herrn Trump ist das egal. Er reist mit seiner Entourage durch die Welt und verbreitet Unverständnis und Kopfschütteln. Zuhause angekommen, verkündet er über Twitter seine Eindrücke über die von ihm gewonnen Erkenntnisse.

Karsten Eckelt, Schöningen

Energiewende ist eine Erfolgsgeschichte

Zum Leserbrief „,Die Energiewende ist gescheitert‘“ vom 27. Mai:

Nein, die Energiewende ist nicht gescheitert, wie der Leser schreibt. Sie nimmt vielmehr immer mehr Fahrt auf – und das in vielen großen Ländern der Erde! In Deutschland wurde im vergangenen Jahr schon 32 Prozent des Verbrauches an elektrischer Energie von erneuerbaren Quellen geliefert. Seit Beginn dieses Jahres ist der Anteil nochmals deutlich gestiegen. Die Tatsache, dass heute bei uns noch kaum Energiespeicher im Einsatz sind, liegt schlicht darin begründet, dass sie bisher nicht benötigt werden – die vorhandenen Kraftwerkskapazitäten reichen momentan aus, die schwankende Einspeisung aus Windturbinen und PV-Anlagen auszugleichen.

Erst ab einem Regenerativ-Anteil von etwa 60 Prozent (den wir wohl nicht vor dem Jahr 2030 erreicht haben) werden Speicher benötigt werden.

Völlig unverständlich erscheint die Forderung des Lesers, den „energiepolitischen Irrweg zu beenden“. Wie sollte denn die Alternative aussehen? Zurück zu „Kohle und Atom“? Gerade im Hinblick auf die Generation unserer Kinder und Enkel wäre dies vollkommen unverantwortlich.

Axel Bleckwedel, Braunschweig

Der Einzelhandel müsste aufatmen

Zu „Italien schafft Cent-Münzen ab“ vom 29. Mai:

Diese Entscheidung der italienischen Regierung und der Notenbank kann man nur begrüßen. Zum einen sind die Herstellungskosten der 1- und 2-Cent-Münzen viel zu teuer, und zum anderen ist das Handling dieser Münzen zu aufwendig. Der Einzelhandel müsste aufatmen. Zwar sind die psychologischen Merkmale der Preisgestaltung – also die berühmten 99 Cent statt 1 Euro – damit Vergangenheit. Aber im Grunde sind die keine Kaufentscheidungen mehr. Man kann nur hoffen, dass weitere Regierungen diesem Schritt folgen und ebenfalls so reagieren.

Ein kaufmännisches Auf- und Abrunden vorausgesetzt. Eine wirklich gute Entscheidung.

Rainer Kummer, Vechelde

Viele Tiere sind Opfer sexueller Attacken

Zum Leserbrief „Das Tabuthema verdient mehr Beachtung“ vom 26 Mai:

Dem Leserbrief kann ich nur zustimmen, denn sexueller Missbrauch von Tieren wird nirgends thematisiert. Aber nicht nur Pferde sind Opfer von sexuellen Attacken, auch andere Tiere werden zur Befriedigung der sexuellen Lust gequält.

Und das gilt nicht nur für vorherige Generationen. Nein, auch heute noch geschehen viele Fälle, die unaussprechlich für einen Leserbrief sind.

Hier gilt nur die „Beschädigung“. Das heißt, wenn das Tier dabei verletzt wird oder zu Tode kommt, dann wird der „Sachwert“ ersetzt – falls man den oder die Täter greifen kann.

Sicherlich ist das kein schönes Thema, aber ein äußerst wichtiges in einer aufgeklärten, gleichberechtigten und humanitären Gesellschaft, mit dem wir alle uns auseinandersetzen müssen.

Carola Jacobs-Schütte, Velpke

Die Eltern sind

schon vorgeschädigt

Zu „,Smartphones schädigen Kleinkinder‘“ vom 29. Mai:

Smartphones schädigen nicht nur Kleinkinder, sondern auch deren Eltern – die in der Regel schon vorgeschädigt sind. Wer Bergsteigen lernen will, lernt es nicht, wenn man ihn hochträgt.

Guido Wolff, Gifhorn

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