„Als Eintracht-Fan muss man sich schämen“

Braunschweiger Fans haben nach dem Abpfiff den Platz gestürmt und ein Bengalisches Feuer entzündet.

Foto: Peter Steffen/dpa

Braunschweiger Fans haben nach dem Abpfiff den Platz gestürmt und ein Bengalisches Feuer entzündet. Foto: Peter Steffen/dpa

Braunschweig  Zu „Lange bleibt es ruhig, dann folgen unschöne Szenen“ vom 30. Mai:

Angesichts der Vorkommnisse kurz nach der Pause und nach Spielschluss muss man sich als Eintracht-Fan eigentlich schämen. Neue Fans haben wir durch solche Aktionen bestimmt nicht dazugewonnen.

Vielen Dank auch an den dummen Böllerwerfer, durch dessen Tat nicht nur leider ein Ordner verletzt wurde, sondern auch die Stimmung und das Spiel kippte.

Die wahren und richtigen Eintracht-Fans haben dann durch „Ihr seid zu blöd“-Gesänge den Chaoten die richtige Antwort gegeben.

Frank Kunert, Rothemühle

Das Bild des Vereins wurde beschädigt

Zum selben Thema:

Auch wenn es schwer fällt, hat man als Anhänger unserer Eintracht anzuerkennen, das der VfL Wolfsburg in den beiden Relegationsspielen sportlich besser und glücklicher agierte als unsere Jungs. Trotzdem hat es weder an Einsatzwille, Kampfgeist und Teamspirit in unserem Team gefehlt. Bis hier gut und schön. Aber was passiert dann? Sogenannte Fans beleidigen lieber Spieler des Gegners als unsere Mannschaft zu unterstützen. Sie setzen auf Pyrotechnik und stören die Konzentration unserer Spieler. Sie nehmen Verletzungen anderer in Kauf.

Sie schädigen das positive Bild Braunschweigs und des Vereins.

Was muss denn noch alles passieren, damit diesen sogenannten Fans endlich Einhalt geboten wird?

Joachim Paeplow, Braunschweig

Die Schmährufe waren kaum zu ertragen

Ebenfalls dazu:

Wie man das Spiel der Eintracht in beiden Teilen der Relegation zu beurteilen hat, wissen wir seit den Kommentaren von Stefan Effenberg im Fernsehen der ARD. Wie stolz wir auf unsere Mannschaft sein können, erfahren wir aus dem Mund von Cheftrainer Lieberknecht und Oberbürgermeister Markurth.Nur wie das Verhalten der sonst so hoch gelobten Braunschweiger Fans zu bewerten ist, darüber scheint das wichtigste Wort noch nicht gesprochen. Die Zeitung jedenfalls scheut sich, manche Dinge beim Namen zu nennen. Und auch ich mag nicht recht wiederholen, was man minutenlang an Schmährufen gegen den Handsünder Mario Gomez aus der Fankurve hören musste. Dafür kann man sich als Braunschweiger nur schämen.

Warum wird ein Spiel in solchen Fällen nicht sofort unterbrochen? Und warum haben wir zu Hause nicht umgehend den Fernseher ausgeschaltet?

Ottmar Bauer, Braunschweig

Eintracht hat zu

viel liegen lassen

Ebenfalls zur Relegation:

Ich empfinde zu viel Lobhudelei, schließlich wurden sage und schreibe acht Punkte gegen drei Abstiegskandidaten versemmelt. Hinzu kommt das katastrophale Torverhältnis aus diesen drei Spielen! Da ist auch die Führung – insbesondere der Trainer – gefragt, wie das möglich war. Und nun? Werden wieder Leistungsträger verkauft? Wieder mal ein personeller Neuanfang?

Michael Weber, Braunschweig

Man muss Fans in die Verantwortung nehmen

Zum selben Thema:

Es kann doch nicht sein, das immer wieder Böller oder Pyrotechnik in die Stadien geschmuggelt werden. Wie die sogenannten Fans es auch immer wieder schaffen, es müssen härtere Strafen her. Man muss die Fans mit in die Verantwortung nehmen. Ich würde vorschlagen, den Verein mit Punktabzug zu bestrafen. Wenn wieder Böller knallen, sollten sie und der Verein mit einem bis zwei Punkten Abzug bestraft werden. Dann haben die Fans eine Mitschuld, wenn Ihr Verein das Saisonziel nicht erreicht.

Wlodzimierz Manowski,

Braunschweig

Lieberknecht kann keine Impulse mehr geben

Auch zur Relegation:

Der wahre Schuldige an dem Ausscheiden ist einwandfrei Torsten Lieberknecht! Hätte man ihm im Vorfeld die Regeln erklärt: Wie in der Champions League zählen auswärts geschossene Tore doppelt. Aber wie unter seiner falschen Aufstellung in Wolfsburg angetreten, konnte es im Rückspiel nur zu so einem Desaster kommen. Fazit: Nach neun Jahren Torsten Lieberknecht muss frischer Wind auf den Trainerposten kommen. Lieberknecht kann doch der Eintracht keine Impulse mehr geben.

Bernd Spannaus, Braunschweig

Wir loben uns einen

wie Mario Gomez

Zum selben Thema:

Wenn das Handspiel von Mario Gomez widerlich war, wie widerlich war dann das Verhalten des Trainers Torsten Lieberknecht vor laufender Kamera? Es hat im Laufe der gesamten Bundesliga zigtausende von Fehlentscheidungen gegeben. Warum wird diese jetzt beim VfL so hochgespielt. Wenn man die Medien vor der Kamera und auch die Zeitschriften verfolgt, ist man der Meinung, dass der Trainer und die Spieler des VfL an der Fehlentscheidung schuld wären. Hätte nicht jeder andere Verein diese Chance auch genutzt? Wir sind mit den Spielen vom VfL in dieser Saison mit Sicherheit nicht immer einverstanden gewesen. Da loben wir uns doch Mario Gomez, der schon sehr viel Erfahrung mitbringt und voll hinter dem VfL steht. Deshalb darf er sich auch über das Tor freuen.

Günter und Marlies Neuling,

Wolfsburg

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